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rauchschwade: Spritzfindige Bemerkungsfelder und einsame Manpower

Geschnitten Brot auf dem Standstreifen der Referenzautobahn.

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Chinesische Zensur bei den Olympischen Spielen

Juli 31st, 2008 by Serge Krokomieder

Vor allem in den letzten Tagen wurde es klar: China sperrt Webseiten (BBC, Deutsche Welle, Amnesty sowieso grundsätzlich, quasi schon aus Gewohnheit) und erlaubt den anwesenden Journalisten keinen freien Zugang zum Internet.

Gestern erlaubte sich das IOC tatsächlich die Feigheit und Peinlichkeit, vor dem Regime in die Knie zu gehen und kleinlaut einzugestehen, dass die bisher großmäulig versprochene Freiheit nicht ihre Sache sei und es doch vollkommen ausreiche, dass für die Journalisten in Peking lediglich “sportrelevante”(?!) Seiten frei zugänglich seien. Adieu Pressefreiheit, adieu Menschenrechte, wir kannten uns kaum.

Man denkt sich: Was hat China davon, sich selbst so autoritär darzustellen, wollte die politische Führung nicht den Vorwurf, ein unfreies Land zu sein, abschütteln? Schaden sie sich so nicht selbst?

Seltsamerweise aber könnte die Rechnung aufgehen. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf das Medienecho in den nächsten Tagen, aber im Moment scheint noch Lethargie zu herrschen und die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering zu sein, dass große Teile der Medienseite einfach den Schwanz einziehen und kapitulieren. Immerhin: “Die Zeit”, die mir grade ins Haus flattert, ist thematisch gut dabei, auch bei der Berichterstattung über die Gängelung der chinesischen Bevölkerung durch die Regierung, aber wie werden die Fernsehsender und Kronenzeitungen reagieren?

Und man bedenke auch, wie schnell die China-Kritik, die im Umfeld der Fackelläufe geübt wurde, wieder im Medienloch verschwunden ist. Werden die Menschenrechtsstimmen wieder versanden?

Mein Vorschlag an Amnesty und Co.: Konzentration auf knallharte Sportberichterstattung, die nach Schweiß und Hingabe riecht. Olympiarelevant dürfte jetzt ohnehin jedes Medium und jede Menschenrechtsorganisation, die etwas auf sich hält, werden. Diese Steilvorlage ungenutzt zu lassen, würde ein Signal an das Politbüro senden, sich wirklich alles erlauben zu können und längst keine ernstzunehmende Kritik mehr befürchten zu müssen, selbst wenn man sich dermaßen selbst übertrifft und das angeblich so falsche Bild eines autoritären bis totalitären Staates durch die Realität noch überzeichnet.

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Bauamt Amstetten: “Mayday”

Mai 1st, 2008 by Serge Krokomieder

“Jack The Ripper hat Großbritannien auch nicht geschadet” - So titelt Spiegel Online. Seit dem Ende seiner Mordserie vor 120 Jahren kräht nämlich kein kastrierter Hahn mehr nach dem wilden Jack. Dennoch will Kanzler Gusenbauer nun eine großangelegte Imagekampagne für den freundlichen, komplett unterkellerten, Alpenstaat starten. Warum nicht von Londons Erfolg mit dem Ripper lernen? Eine Investition für die Zukunft, schließlich steckt darin Potential für Horrormuseen, Comicserien und nicht zuletzt Filme mit Johnny Depp.

Übrigens:

Hallo Bildzeitung! Wir warten sehnlichst auf Kommentare à la “Sowas hätt’s in Deutschland nicht gegeben!” - Würde ausnahmsweise vielleicht sogar stimmen, die hiesigen Bauämter sind nämlich richtige Arschlöcher, wenn es um die Genehmigung von Kellerverliesen geht.

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Wikiwix, die Suchmaschine für alle, die’s wi??sen wollen?

November 30th, 2007 by Serge Krokomieder

- kein Kommentar -

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Neues aus Bergkarabach

November 29th, 2007 by Manbrute Fetzenstein

Bergkarabach, das Land der unklaren Träume. Bergkarabach, von Armeniern bewohnt, aber gelegen in Aserbaidschan. Bergkarabach, kein Staat. Völkerrechtlich ein größeres Problem als die Fläche des Landes, weil: Recht auf Selbstbestimmung vs. territoriale Integrität. Die Bergakarabacher sind Poeten, Musiker und Pferdezüchter. Und in der Mangel der Aserbaidschaner - neulich erst wurde wieder ein Bergkarabacher gefangengenommen. Daraufhin nahmen die Armenier einen Aserbaidschaner fest.

Der ehemalige türkische Ministerpräsident Suleyman Demirel schaltete sich ein und verurteilte dieses Verhalten als “höchst unfair”. Freilich, in Abchasien, Südossetien und Transnistrien sei damals auch nicht zimperlich vorgegangen worden, aber trotzdem: “Höchst unfair”.

Und das auch noch am einem der höchsten Feiertage der Republik Bergkarabach, dem nationalen Tag des Artilleristen am 19. November. Schon am 2. Sonntag im September, am Tag des Panzerfahrers, hatte es Ärger gegeben. Ein Aserbaidschaner hatte einen Bergkarabacher “Sohn eines ziegenledernen Räuchermännleins” genannt. Daraufhin hatte man an der Universität Bergkarabach mit Microsoft Word ein farbiges Transparent mit der Aufschrift “Aserbaidschan stinkt” angefertigt und es an einer gut sichtbaren Stelle aufgehängt. Sogar der neu gewählte Präsident Bako S. Sahakian mischte sich unter die gutgelaunte Menge, die von einem kahlen Hang aus den Aserbaidschanern ihre blanken Hinterteile zeigte. Aserbaidschan reichte daraufhin zum wiederholten Male Klage wegen Beleidigung beim Gerichtshof in Den Haag ein - ist dies vielleicht das Ende dieses aufreibenden Konfliktes?

P.S. Jetzt haben doch sogar die Einstürzenden Neubauten ein Lied darüber geschrieben, Sachen gibts. Nagorny Karabach + nemecky elektrokrach, da werden sich die kulturbewussten  Karabacher aber nicht so arg freuen.

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Kleine Liebeserklärung an die ISO 4217

November 22nd, 2007 by Manbrute Fetzenstein

Ach ja, die gute alte D-Mark, DEM nach ISO 4217, wir haben sie noch nicht vergessen. Oder den ECU, den wir alle unter dem volksnäheren Namen ISO 4217-XEU kennen und lieben gelernt haben, den kann dieser stumpfsinnige Euro - ist er auch 1:1 umgerechnet worden - so schnell nicht ersetzen.

Was ist aber mit all den liebreizenden, der ISO 4217 entsprechenden Währungen, die keiner von uns bisher kennen und lieben gelernt hat? Wer von uns könnte schon Kwanza in Pula umrechnen, wenn er in die Verlegenheit kommt, ohne American Express-Schecks von Angola nach Botswana zu reisen? Wie viele Tetri sind ein Lari? Kann man es verantworten, zehn Karak Trinkegeld zu geben, oder sollte man lieber in Sen-Beträgen bleiben? Oder gar einen ganzen Riel auf die Theke der kambodschanischen Dschungel-Bar pfeffern? Kann man in Bosnien-Herzegowina in Mark und Pfenning zahlen, oder muss man allen Ernstes Konvertible Mark und Fening besitzen?

Für unsere Freunde, die kreativen und vielseitig interessierten - und natürlich zu unrecht als solche gebrandmarkten - Spammailer, die Werbung für Geldgeschäfte machen wollen, hier ein kleiner Serviervorschlag:

Ch3ap Bank Account Manat Qäpik Florin Birr

1ncredibly h1gh interest Bututs Quetzal Aurer Som

Jaja, die ISO 4217, die macht schon was her, als Partygespräch, als zwanglose Unterhaltung mit ausländischen Anhaltern (”Und ihr hattet den Sol, oder?” -”Aber nein, wir zahlen doch längst in Inti.”) - es lohnt sich, mal ganz locker in den spannenden Publikationen der Internationalen Organisation für Normung zu schmökern.

Und nächstes Mal auf dem Rauchschwa.de-Bildungskanal: ISO 7708, Luftbeschaffenheit - Festlegung von Partikelgrößenverteilungen für die gesundheitsbezogene Schwebstaubprobenahme

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Initiative für ein FORUM und BLOG – Jubeljahr 2008

Oktober 22nd, 2007 by Serge Krokomieder

Am 1. Januar 1983 wurde durch die Einführung von TCP/IP als Protokoll der Weg bereitet für die massenhafte Nutzung des Internets, in guter jüdisch/christlicher Tradition sollte der anstehende 25. Geburtstag ordentlich in Form eines Jubeljahrs begangen werden. Eine Initiative, alle Foren - und am besten gleich alle Blogs mit - zu diesem Stichtag zu löschen und bei null anzufangen, tut not. Alle Posting-Sünden werden vergeben und den spöttischen bis schmerzerfüllten Blicken der Nachwelt entzogen. Muss dieses Anliegen noch begründet werden?

Bittesehr - So beginnen Forums-Einträge:

hi
ich habe nun hier glycerin um meinen tabak ein bisschen aufzupeppen :rock:
der tabak wird ja in so “quadern” geliefert! jetzt stan din der sufu “glycerin AUF den tbak geben!”…
wie soll ich das verstehen? einfahc oben drauf? zieht das dann rein oder wird so nur die oberste schicht behandelt??
wie soll ich das nun anwenden?
dankeschön

Kurz scrollen eröffnet einem das Schicksal dieses Forums wie auch der meisten anderen:

halts maul du trottel!!! ich meine gehäuft natürlich von der größe der zu verwendenden substanz!!!
so besser??
trottel, ey!!! Teufel

warum wirst du gleich so aggro? was solln der scheiß?
wer isn hier auf wen angewiesen?

Von Hardwareforen ganz zu schweigen, wo die Nutzer komplette Abbilder ihrer Festplatte auf die Seiten stellen.

Weiter so?

Auch auf dem bekanntesten aller Foren wurde Gericht geführt, selbst das Forum Romanum wurde gelegentlich grundgereinigt. Bereits zu antiken Zeiten wurde so mancher 3-2-1-Heinz, Ull1, manonthemOOn, @gar, RockabillyKlaus74, Bloodwarrior666-2 und BertRAM zur (digitalen) Vergessenheit verurteilt.

forum2.jpg

P.S.: Ich hab Probleme mit meinem i-POD, er liefert immer die Fehlermeldung 80:FF und der Random-Modus lässt sich nicht mehr abschalten. Wer kann mir helfen? Ich biete $$$, vielleicht auch € und auf jeden Fall eine Menge ♥z 4 U

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Tat unser Herr Jesus mittels Weed Wunder?

September 26th, 2007 by Manbrute Fetzenstein

In irgendwelchen Sekten vielleicht. Oder auch bei den Transzendentalen, die haben sich ja eh alles reingepfiffen. Aber doch nicht unser Herr Jesu, das Lamm Gottes, der er nahm die Sünd’ der Welt! Gerade der soll einer von diesen langhaarigen Kiffern gewesen sein, die unsere Töchter schwängern, unsere Süßwarenvorräte aufbrauchen - und sich garantiert Sonntags nicht dem Dienst am Herrn widmen, sondern pennen?

Chris Bennet, Kopf eines Teams von US-Wissenschaftlern, behauptet gerade dieses. Sie griff die oft wiedergekäute und auch keinen Presbyterianer mehr hinter dem Ofen hervorlockende These auf, dass in allen möglichen Kulturen Halluzinogene für Weissagungen eingesetzt wurden und sich Medizinmänner ihrer heilsamen wirkung bedienten. Nun, da fehlt natürlich die Brücke zu unserem geheiligten Herrn Christus Sativa - dies wäre dann ein Ölgemisch namens Kaneh-Bosum. Wer etymologisch einigermaßen fantasiebegabt ist, kann sich ausrechnen, was für ein Wort daraus rekonstruiert wurde: Cannabis, genau.

Dieses wurde bei allen möglichen hohen Feiertagen ausgegeben, um die Stimmung in der Bevölkerung zu heben. Vielleicht sogar bei der Volkszählung, als die Mutter Gottes ihr Kindlein im Getreidesilo werfen musste? Wenn man völlig dicht ist, kommts darauf auch nicht mehr an.

Die allerhand Wundertaten, die der Herr Jesus vollbracht hat, sind somit etwas nachvollziehbarer geworden. Ich möchte hier einige Fallbeispiele kontruieren:

Fall 1:

Jesus und seine Kumpels, die “Jünger”, hängen am Strand ab, schauen den Mädels hinterher, zischen ein, zwei Bierchen, grillen vielleicht irgendwas Koscheres und pfeifen sich die neueste Ernte rein. Irgendwann hat Jesus - der nicht umsonst der Mittelpunkt dieser illustren Gruppe ist, weil er so witzig und cool und charismatisch ist und außerdem auch immer eine Menge Chicks organisiert - eine Idee. Er verkündet: “Ohne Scheiss, ich laufe jetzt quer über den ganzen gottverdammten See Genezareth.” Er läuft auf den See zu und macht den alten Treppentrick, die Jünger staunen nicht schlecht. Auf dem Rückweg findet er einen Fisch, bringt ihn mit zurück und verdoppelt so auf wundersame Weise die noch vorhandenen Fischvorräte.

Fall 2:

Jesus vertauscht nach einer harten Nacht in Kana die Etiketten der Wasser- und Weinfässer.

Fall 3:

Jesus trifft am Ortsausgang von Jericho auf seinen alten Kumpel Bartimäus, der auf dem Boden sitzt und mit einem “BLIND”-Schild um Geld bettelt. Als Jesus ihm ein wenig frisches Hasch-Öl anbietet, springt er urplötzlich auf, ruft, “ein Wunder, ich bin geheilt” und folgt fortan Jesus auf seinem Weg, denn in Jericho gab es damals echt nur ziemlich madiges Zeug.


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Hallo Weltempfänger!

September 18th, 2007 by Holzwarth der Schinder

Wenn man immer kreuz und quer sucht in all dem Durcheinander findet man öfter mal dies oder jenes, was eigentlich keiner so richtig haben will, bzw. verkaufen kann, bzw. einordnen, wobei die Einordnung ein Prozess ist, der das Denken erst ermöglicht, haben ja einige Wissenschaftler in einem großangelegten Experiment mittels des Bananographen (a priori nicht als solcher ekennbar) bewiesen. Was jedenfalls den Inhalt dieser Seite gut umschreibt, ist: Eine tolle Revue von Absurditäten, zusammengeklappt und gefaltet, um damit beim nächsten Frühjahrstreffen der Blaskapelle hausieren gehen wollen zu können.

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