• Home
  • Achtung!
  • Impressum

rauchschwade: Spritzfindige Bemerkungsfelder und einsame Manpower

Geschnitten Brot auf dem Standstreifen der Referenzautobahn.

Kategorie:

  • 15 Sekunden für Populismus
  • Allgemein
  • Äpfel vs. Birnen
  • Bildungskanal
  • Bopkultur
  • Fressen und Kotzen
  • Prophet in seinem Land
  • Rudelfink & Vogelherd
  • Schall und Rauch zum Broterwerb
  • Serviervorschlag
  • Ungemein
  • Verbraucherinfo aus der Hölle

Archiv:

  • März 2009
  • Februar 2009
  • Oktober 2008
  • September 2008
  • August 2008
  • Juli 2008
  • Juni 2008
  • Mai 2008
  • April 2008
  • März 2008
  • Februar 2008
  • Januar 2008
  • Dezember 2007
  • November 2007
  • Oktober 2007
  • September 2007

Blogroll:

  • Axt im Wal.de - Lügen mit Statistik
  • Erdbeertelefon - Weltraumschrott galore
  • Headshop-Blog
  • Mental Health

Meta:

  • RSS
  • Kommentare als RSS
  • Gültiges XHTML
  • XFN

Künstlicher Urin - gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen von sythetischem Urin zum Mitnehmen

März 13th, 2009 by Serge Krokomieder

Seit einiger Zeit kann man synthetischen Urin kaufen, der es einem ermöglichen soll, immer und überall Drogentests anhand von Urin unbeschadet zu überstehen. Dass mit einem solchen Angebot weitreichende gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen verbunden sind, wird dabei bisher noch übersehen.

Hier einige Eckdaten zum typischen marktüblichen synthetischen Urin:

  • 20 ml Füllmenge
  • im praktischen Aufreisspack
  • immer dabei
  • sollte angewärmt werden, um optimale Vergleichbarkeit mit echtem Urin zu erreichen

Zunächst einmal weist die geringe Füllmenge (ein Schnapsglas) auf schwerwiegende gesundheitliche Probleme hin. Soll man in diesem Fall dem Abnehmer der Probe Erkrankungen bis hin zum Prostatakrebs vortäuschen? Oder schüchternes Verkrampfen des Schließmuskels? Auf jedem Fall wird es dem Selbstbewusstsein des Abgebers “Tschuldiung, ging nicht mehr” nicht gerade zur Mehrung gereichen, eine so geringe Menge zu spenden. Das heißt nichts anderes, als dass man auf jeden Fall immer mehrere Päckchen braucht, um unangenehmen Fragen und spöttischen Blicken zu entgehen.

Ein weiteres Problem ist die Notwendigkeit, den künstlichen Urin auf Körperwärme zu bringen. Dazu, und auch aus Gründen des leichten Zugriffs im Ernstfall, ist es offenbar am besten, den Urin gleich in der Unterhose mit sich zu führen. Das bedeutet mittelfristig empfindliche Einbußen für die Industrie der Boxershorthersteller (und das angesichts der aktuellen Krise), denn nur möglichst enge Slips sind auch zur Aufbewahrung geeignet, weil man ja gerade als hipper Drogenfreak Disko und volksfestliche Fahrgeschäfte besuchen will und es doch ziemlich peinlich wäre, wenn einem beim Tanzen mit dem Schwarm der Urin (wenn auch hygienisch verpackt) aus dem Hosenbein fliegt. Auch im Megarotator auf der Kirchweih droht die Entblößung des Päckchens per Zentrifugalkraft.
Dabei ganz übersehen wird - Prost-Mahlzeit Demographische Katastrophe - der damit endgültig unausweichliche Kollaps der Sozialsysteme. Schließlich verringern enge Unterhosen Sperm-Count und Riseability.

Zu guter Letzt bleibt noch das Lifestyle-Argument: “Clean Urin - Immer dabei”. Man sieht die Werbeposter geradezu vor sich. Ein schicker Lümmel mit mutmaßlich aktueller, auf jeden Fall aber klebriger, Promi-Frisur legt den Arm um die Schulter einer überdimensionalen Packung künstlichen Urins - wer braucht da noch Freunde?

Also ein weiteres Objekt, ohne das man nicht mehr das Haus verlässt. Neben Handy, biometrischem Reisepass und Gasmaske kommen auch immer noch mehrere Päckchen artifiziellen Urins, die man sich aber immerhin elegant zwischen Glöckchen und Wurst in den viel zu engen Slip stecken kann. Brave New World…

Posted in Serviervorschlag, Verbraucherinfo aus der Hölle, Fressen und Kotzen | 8 Comments

Glos im Hals, Bayern im Herzen oder: The Man Who Wasn’t There II

Februar 10th, 2009 by Serge Krokomieder

Yeah, ich habs doch gesagt!

Posted in Prophet in seinem Land, Fressen und Kotzen, Schall und Rauch zum Broterwerb | No Comments

Ein herzzerreissendes Stück vom Natursauerteig-Glück

Oktober 15th, 2008 by Serge Krokomieder

Die Soap-Opera-Kultur setzt sich immer weiter durch. Genau wie im Folgenden beschrieben wurde in realiter ein wohl Original ARD-Drehbuch durchexerziert, das einem wie Zucker auf der Mattscheibe zergeht. So beobachtet in einer Bäckereifiliale.

Alles ist drin: Der Zusammenhalt der arbeitenden Klasse, die Hilfsbereitschaft über Generationen hinweg (aka: Die Weisheit der Alten), die sympathische südländische Betonung des Körperkontakts, ein in Wohlgefallen aufgelöstes amouröses Drama und natürlich zwei (gefärbte) Blondinen am gut ausgeleuchteten Arbeitsplatz mit sanftem Pop-Gedudel im Hintergrund und einem arglosen Kunden, der wie ein schlecht bezahlter Statist steif an der Theke steht und Zeuge dieser Szene wird, weil er von den Hauptdarstellern behandelt wird als wäre er eine Unperson, vor der man (wie vor einem Haustier) sein Intimleben ausbreiten kann ohne Folgen befürchten zu müssen.

Tja, zu schade, dass ich die Begebenheit natürlich weitergeben muss:

Dramatis Personae:

Verkäuferin 1 (Susi): Ca 25-30 Jahre alt, manchmal recht unhöflich, wünscht einem aber dafür auch schon mal an Freitagen um 8:00 morgens ein schönes Wochenende. Im Folgenden Susi (ich hab mir die Namensschilder leider nicht gemerkt) genannt.

Verkäuferin 2 (Hildegard): Ca 50-55 Jahre alt, routiniert höflicher, aber unpersönlicher Umgang, wie man es sich wünscht (im Gegensatz zur aufgesetzten Schönen-Tag-noch-der-Herr-Fröhlichkeit). Im Folgenden Hildegard genannt.

Ich (Serge): Atemberaubend gutaussehend, 23. Semester Sonderpädagogik, wünscht 4 Michelsemmeln (80 cent im Angebot)

Des weiteren einige stocksteife Statisten, die im Hintergrund Kaffee trinken und Gespräche vortäuschen.

Auftritt Serge: (Bestellung vollführend) 4 Michelsemmeln bitte

Hildegard: (wortlos, die Bestellung annehmend)

Susi: (Mopp in der Hand, aufgeregt, zu Hildegard) Du hattest recht, ich habe ihn darauf angesprochen, wie du es gesagt hast und jetzt ist wieder alles in Ordnung

Hildegard: (zufrieden und weise Richtung Kundschaft blickend) Na also, hat sich doch alles in Wohlgefallen aufgelöst

Susi: (ehrfürchtig) Danke nochmal, ich hatte echt solche Sorge, dass es vorbei sein könnte

Hildegard: (heischend) Und bekomme ich jetzt keine Umarmung? (wird von der Seite von Susi umarmt, da sie immer noch Richtung Theke ausgerichtet ist)

Susi: (erleichtert und frohgemut, verlässt die Szene)

Vollendung der Transaktion, Serge verlässt die Szenerie nicht ohne noch von bewundernden Blicken entkleidet zu werden. Draußen ist es zwar nicht kalt, ein Händereiben kann er sich dennoch nicht verkneifen. Per Computer sollte später noch kondensierter Atem hinzugefügt werden.

Meine Rolle bei diesem Schauspiel habe ich zugegebenermaßen übrigens nicht gut gespielt. Abgesehen davon, dass an dieser Stelle eine alte Dame besser gepasst hätte als ein - soviel ist einzuräumen - Klischeestudent, hätte ich nicht nur stoisch auf mein Brot warten sollen, sondern mich an dramaturgisch abflachender Stelle räuspern und einwerfen sollen, dass ich nicht den ganzen Tag Zeit habe.

Posted in Fressen und Kotzen, Bopkultur | 4 Comments

Endlich: Ebay-Konkurrent lutscht zurück!

September 30th, 2008 by Serge Krokomieder

Das Zauberwort heißt Taschengeld statt Gebührenordnung, auf dem Ebaykonkurrenten kijiji gibts Gynäkologenstühle, viel Nivea -äh- Niveau und natürlich gaaanz viele Studentinnen, die bei der Seminararbeit helfen (nur mit).

http://berlin.kijiji.de/f-Kontaktanzeigen-Flirt-Abenteuer-Erotik-Erotische-Dienstleistungen-W0QQCatIdZ1360

featuring Lyrik vom Feinsten:

Wenn du allerdings | Nur das kurze Treffen suchst | Ist ein Obolus | Von 150€ angemessen

Mit 15 Euro hätt sich’s zwar besser ins Versmaß gefügt, aber die Zeiten sind -vor allem in Berlin- härter als sonst wo.

Vorsicht übrigens vor medizinischen Warnungen (Privatversicherte natürlich ausgenommen): “Dein bestes Stück wird bei mir explodieren”

#####

…Nachtrag: “Konkurrent” war wohl das falsche Wort…

Posted in Serviervorschlag, Fressen und Kotzen | No Comments

Das Reich, in dem die Server niemals ruhen.

September 11th, 2008 by Serge Krokomieder

Das mittlerweile schon fast chronisch unter Rassismus Sexismus Panslawismusverdacht stehende sogenannte Satire-Blog www.rauchschwa.de fährt in seiner aktuellen Ausgabe wieder einmal ungeheuerliche Geschütze auf. Der Autor wurde angeblich wiederholt(!) Opfer russischer SPAM-Server, die ihn mit deprimierenden E-Mails, unerwünschten ICQ-Nachrichten, hinterhältiger Spyware in angeblich kostenlosen Programmen und schlechtem Geschmack auf dem Pornosektor in seinem -Zitat- “ästhetischen Wohlbefinden und grundsätzlich positivem Lebensgefühl” beleidigt hätten.

Die nicht enden wollenden Schmähungen des russian way of life unterwandern aufs übelste das Renommé des fleißigen Volkes der Spam-Künster und Rootkit-Designer auf immerhin 11 Zeitzonen.

Im weiteren sind Anklagen zu vernehmen, die den guten Geschmack weit unterwandern:

“ein ganzes Volk von inselbegabten SPAM-Autisten”

“Mailboxflüsterer mit dem Gemächt breitlings in der Wurstauslage”

“Blacklisthoudinis, die auch noch den strengsten Junkfilter vollspritzen” 

Pfui Bah will man da ausrufen, einmal mehr s…спам сексуального общения нет что оно использовало для того чтобы быть если вы слушаете к саундтрэку матрицы уверены положить некоторые брюки дальше и всосать мати yout

Posted in Prophet in seinem Land, Fressen und Kotzen, Schall und Rauch zum Broterwerb | 1 Comment

Chinesische Zensur bei den Olympischen Spielen

Juli 31st, 2008 by Serge Krokomieder

Vor allem in den letzten Tagen wurde es klar: China sperrt Webseiten (BBC, Deutsche Welle, Amnesty sowieso grundsätzlich, quasi schon aus Gewohnheit) und erlaubt den anwesenden Journalisten keinen freien Zugang zum Internet.

Gestern erlaubte sich das IOC tatsächlich die Feigheit und Peinlichkeit, vor dem Regime in die Knie zu gehen und kleinlaut einzugestehen, dass die bisher großmäulig versprochene Freiheit nicht ihre Sache sei und es doch vollkommen ausreiche, dass für die Journalisten in Peking lediglich “sportrelevante”(?!) Seiten frei zugänglich seien. Adieu Pressefreiheit, adieu Menschenrechte, wir kannten uns kaum.

Man denkt sich: Was hat China davon, sich selbst so autoritär darzustellen, wollte die politische Führung nicht den Vorwurf, ein unfreies Land zu sein, abschütteln? Schaden sie sich so nicht selbst?

Seltsamerweise aber könnte die Rechnung aufgehen. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf das Medienecho in den nächsten Tagen, aber im Moment scheint noch Lethargie zu herrschen und die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering zu sein, dass große Teile der Medienseite einfach den Schwanz einziehen und kapitulieren. Immerhin: “Die Zeit”, die mir grade ins Haus flattert, ist thematisch gut dabei, auch bei der Berichterstattung über die Gängelung der chinesischen Bevölkerung durch die Regierung, aber wie werden die Fernsehsender und Kronenzeitungen reagieren?

Und man bedenke auch, wie schnell die China-Kritik, die im Umfeld der Fackelläufe geübt wurde, wieder im Medienloch verschwunden ist. Werden die Menschenrechtsstimmen wieder versanden?

Mein Vorschlag an Amnesty und Co.: Konzentration auf knallharte Sportberichterstattung, die nach Schweiß und Hingabe riecht. Olympiarelevant dürfte jetzt ohnehin jedes Medium und jede Menschenrechtsorganisation, die etwas auf sich hält, werden. Diese Steilvorlage ungenutzt zu lassen, würde ein Signal an das Politbüro senden, sich wirklich alles erlauben zu können und längst keine ernstzunehmende Kritik mehr befürchten zu müssen, selbst wenn man sich dermaßen selbst übertrifft und das angeblich so falsche Bild eines autoritären bis totalitären Staates durch die Realität noch überzeichnet.

Posted in Fressen und Kotzen, Rudelfink & Vogelherd, Ungemein | No Comments

Bauamt Amstetten: “Mayday”

Mai 1st, 2008 by Serge Krokomieder

“Jack The Ripper hat Großbritannien auch nicht geschadet” - So titelt Spiegel Online. Seit dem Ende seiner Mordserie vor 120 Jahren kräht nämlich kein kastrierter Hahn mehr nach dem wilden Jack. Dennoch will Kanzler Gusenbauer nun eine großangelegte Imagekampagne für den freundlichen, komplett unterkellerten, Alpenstaat starten. Warum nicht von Londons Erfolg mit dem Ripper lernen? Eine Investition für die Zukunft, schließlich steckt darin Potential für Horrormuseen, Comicserien und nicht zuletzt Filme mit Johnny Depp.

Übrigens:

Hallo Bildzeitung! Wir warten sehnlichst auf Kommentare à la “Sowas hätt’s in Deutschland nicht gegeben!” - Würde ausnahmsweise vielleicht sogar stimmen, die hiesigen Bauämter sind nämlich richtige Arschlöcher, wenn es um die Genehmigung von Kellerverliesen geht.

Posted in Fressen und Kotzen, Ungemein | No Comments

Toleranz für Raucher, industriell und kumpelhaft.

März 7th, 2008 by Manbrute Fetzenstein

Die innovationsfreudigen Rauchbomben von Reemtsma haben die Rauchzeichen erkannt: Während die einen ihren Sturmlauf gegen die rauchende Bande langsam beenden können und sich über gastronomische Rauchfreiheit und sonstige Teilerfolge freuen, heißt es jetzt: Die Ungerechtigkeit zurück ins Boot holen, die tolerante Sau durchs Dorf jagen, das schlechte Gewissen des Gutmenschen ansägen: http://www.toleranz-fuer-raucher.de

Freilich soll niemand als Raucher einer staatlich sanktionierten Hexenjagd obliegen und sich mit seiner Selbstgedrehten nur noch zutiefst diskriminiert auf dem Straßenstrich blicken lassen können - aber so eine sympathische und gesund aussehende Website? Die auch nach nach allen Regeln der statistischen Fälschungskunst aufgezogen ist?

Sehen wir uns mal den nur mittel tendenziösen Fragebogen an: Da kommen dann rhetorische Fragen wie

  • “Gehört für Sie Rauchen zu einem geselligen Zusammensein mit Freunden in einer gastronomischen Einrichtung?”
  • Zukünftig soll bundesweit das Rauchen in gastronomischen Einrichtungen nur noch erlaubt sein, wenn hierfür ein eigenständiger Nebenraum vorhanden ist. Dieser muss zudem kleiner sein als der Nichtraucherraum und darf kein Durchgangsraum sein. Befürworten Sie diese Regelung?
  • Glauben Sie, dass Gastronomen, die ihren Gästen keine Möglichkeit zum Rauchen bieten können, in ihrer Existenz gefährdet sind?

“Gesellig”, “zudem”, “gefährdet”. Da schwillt einem ja sogar als Nichtraucher der Kamm, man möchte beinahe zum BILD-Vokabular greifen und “JETZT SCHLAEGT ES ABER 13!” oder “NICHT MIT UNS!” schreien. Und im sogenannten “Satire-Blog” findet man dann den traurigen Alltag eines EU-Kommissars, der im hohen Alter nicht sterben kann, weil er zu gesund gelebt hat.

Um das hier ein für alle Mal zu unterstreichen: Als Raucher hat man keine guten Argumente! Es gibt überhaupt nichts, was dafür spricht, zu rauchen. Aber warum zum Teufel sollte man sich das wegnehmen lassen? Füht man sich als Raucher nicht irgendwie emanzipierter als alle Anderen? Weil man selber genau weiß, dass es nicht gesund ist, aber man macht es trotzdem? Ist es nicht ein Stück des Lebensstils, dass man drauf scheißt und es sich gut gehen lässt, während andere sich in Richtung Fitness schinden? So sieht es doch aus, meine Damen und Herren.

Posted in Bildungskanal, Verbraucherinfo aus der Hölle, Fressen und Kotzen | No Comments

Redling, Gradling, Dingolfing

Februar 26th, 2008 by Serge Krokomieder

In Bayern sind am 2.März Kommunalwahlen, aber am gleichen Tag sind auch Präsidentschaftswahlen in Russland und wenn man sich dieses Stück saftiges KGB-Fleisch ansieht, wünscht man sich doch gleich viel lieber nach Moskau (wo zwar offiziell auch nicht wirklich Putin gewählt werden kann, man aber sicher sein darf, dass man ihn dennoch bekommt) .

Putin Nackt Splitterfasernackt Wahnsinn

Einfach nach “Putin the gay icon” bei google suchen (kein Scherz) oder mehr Bilder genießen bei Spiegelonline:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,23978,00.html

Posted in Äpfel vs. Birnen, Fressen und Kotzen | No Comments

Absurdes Theater = 3,14 zusammengewürfelte Antihelden + 1 Stuhl

Januar 29th, 2008 by Serge Krokomieder

Die Szene redet nur noch über sich selbst - Elitäre Raucherkreise verwickeln harmlose Barpassanten auf dem Weg zur Bestellung in fruchtlose Gespräche über Rauchverbot und zivilen Ungerhorsam; wenn auch nicht mit diesen Worten und auch nicht ohne Mundgeruch. Auch der obligatorische Beisitzer fehlt nicht in dieser unfreiwilligen Prüfungssituation. Er wacht über die fragile Spontaninteraktion zwischen dem Inhaber eines ordentlichen Barhockers in Kneipenphilosophie und dem zu dieser Prüfung gezwungenen - da zur Bestellung an den Tresen getretenen - Kunden. Hauptmerkmal des Beisitzers ist die zufällige Abgabe unartikulierter Laute, um die eine oder andere Aussage der “Gesprächspartner” zu unterstreichen, überschreiben, einzuklammern oder einzufärben und sein seltsam eifersüchtiges Verhalten auf die vor ihm wie in einer Wolke schwebenden Situation gezielter Aneinanderreihung von Silben.

Während der tragische Held, seiner arglosen Bestellwünsche betrogen, mit jeder Kunstfaser seines Konversationsgeschicks das Gespräch beenden will und mantrisch den Satz “Dieses Thema hat für mich keine emotionale Komponente” wiederholt, der sonderbarerweise in der Praxis nicht so gut funktionieren will wie er sich das in der bereits benebelten Theoriefabrik ausgemalt hat, macht sich seine Begleitung (die als unbeteiligter Beobachter im Hintergrund vergeblich auf die Erfüllung des heiligen Bierversprechens gewartet hat) aus dem Staub - nicht ohne noch einen Stuhl zu klauen - und wankt heim. Auch der glücklose Prüfling lässt sich sein Bier in einen wunderschönen Aluminium-Schwan einpacken und passiert Ausgang und Pförtner, der ihm seinen Status “Nichtmitglied” (in seiner Rolle als nicht immatrikulierter Gasthörer) mit stummen Blicken zum Vorwurf macht.

Beckett wäre begeistert - Das absurde Theater lebt in unseren Kneipen/Rauchklubs neu auf.

Posted in Bildungskanal, Fressen und Kotzen | 1 Comment

« Previous Entries

 
Wordpress Themes by and Website Templates by Blogcut