Tat unser Herr Jesus mittels Weed Wunder?
In irgendwelchen Sekten vielleicht. Oder auch bei den Transzendentalen, die haben sich ja eh alles reingepfiffen. Aber doch nicht unser Herr Jesu, das Lamm Gottes, der er nahm die Sünd’ der Welt! Gerade der soll einer von diesen langhaarigen Kiffern gewesen sein, die unsere Töchter schwängern, unsere Süßwarenvorräte aufbrauchen - und sich garantiert Sonntags nicht dem Dienst am Herrn widmen, sondern pennen?
Chris Bennet, Kopf eines Teams von US-Wissenschaftlern, behauptet gerade dieses. Sie griff die oft wiedergekäute und auch keinen Presbyterianer mehr hinter dem Ofen hervorlockende These auf, dass in allen möglichen Kulturen Halluzinogene für Weissagungen eingesetzt wurden und sich Medizinmänner ihrer heilsamen wirkung bedienten. Nun, da fehlt natürlich die Brücke zu unserem geheiligten Herrn Christus Sativa - dies wäre dann ein Ölgemisch namens Kaneh-Bosum. Wer etymologisch einigermaßen fantasiebegabt ist, kann sich ausrechnen, was für ein Wort daraus rekonstruiert wurde: Cannabis, genau.
Dieses wurde bei allen möglichen hohen Feiertagen ausgegeben, um die Stimmung in der Bevölkerung zu heben. Vielleicht sogar bei der Volkszählung, als die Mutter Gottes ihr Kindlein im Getreidesilo werfen musste? Wenn man völlig dicht ist, kommts darauf auch nicht mehr an.
Die allerhand Wundertaten, die der Herr Jesus vollbracht hat, sind somit etwas nachvollziehbarer geworden. Ich möchte hier einige Fallbeispiele kontruieren:
Fall 1:
Jesus und seine Kumpels, die “Jünger”, hängen am Strand ab, schauen den Mädels hinterher, zischen ein, zwei Bierchen, grillen vielleicht irgendwas Koscheres und pfeifen sich die neueste Ernte rein. Irgendwann hat Jesus - der nicht umsonst der Mittelpunkt dieser illustren Gruppe ist, weil er so witzig und cool und charismatisch ist und außerdem auch immer eine Menge Chicks organisiert - eine Idee. Er verkündet: “Ohne Scheiss, ich laufe jetzt quer über den ganzen gottverdammten See Genezareth.” Er läuft auf den See zu und macht den alten Treppentrick, die Jünger staunen nicht schlecht. Auf dem Rückweg findet er einen Fisch, bringt ihn mit zurück und verdoppelt so auf wundersame Weise die noch vorhandenen Fischvorräte.
Fall 2:
Jesus vertauscht nach einer harten Nacht in Kana die Etiketten der Wasser- und Weinfässer.
Fall 3:
Jesus trifft am Ortsausgang von Jericho auf seinen alten Kumpel Bartimäus, der auf dem Boden sitzt und mit einem “BLIND”-Schild um Geld bettelt. Als Jesus ihm ein wenig frisches Hasch-Öl anbietet, springt er urplötzlich auf, ruft, “ein Wunder, ich bin geheilt” und folgt fortan Jesus auf seinem Weg, denn in Jericho gab es damals echt nur ziemlich madiges Zeug.

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