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rauchschwade: Spritzfindige Bemerkungsfelder und einsame Manpower

Geschnitten Brot auf dem Standstreifen der Referenzautobahn.

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Tat unser Herr Jesus mittels Weed Wunder?

September 26th, 2007 by Manbrute Fetzenstein

In irgendwelchen Sekten vielleicht. Oder auch bei den Transzendentalen, die haben sich ja eh alles reingepfiffen. Aber doch nicht unser Herr Jesu, das Lamm Gottes, der er nahm die Sünd’ der Welt! Gerade der soll einer von diesen langhaarigen Kiffern gewesen sein, die unsere Töchter schwängern, unsere Süßwarenvorräte aufbrauchen - und sich garantiert Sonntags nicht dem Dienst am Herrn widmen, sondern pennen?

Chris Bennet, Kopf eines Teams von US-Wissenschaftlern, behauptet gerade dieses. Sie griff die oft wiedergekäute und auch keinen Presbyterianer mehr hinter dem Ofen hervorlockende These auf, dass in allen möglichen Kulturen Halluzinogene für Weissagungen eingesetzt wurden und sich Medizinmänner ihrer heilsamen wirkung bedienten. Nun, da fehlt natürlich die Brücke zu unserem geheiligten Herrn Christus Sativa - dies wäre dann ein Ölgemisch namens Kaneh-Bosum. Wer etymologisch einigermaßen fantasiebegabt ist, kann sich ausrechnen, was für ein Wort daraus rekonstruiert wurde: Cannabis, genau.

Dieses wurde bei allen möglichen hohen Feiertagen ausgegeben, um die Stimmung in der Bevölkerung zu heben. Vielleicht sogar bei der Volkszählung, als die Mutter Gottes ihr Kindlein im Getreidesilo werfen musste? Wenn man völlig dicht ist, kommts darauf auch nicht mehr an.

Die allerhand Wundertaten, die der Herr Jesus vollbracht hat, sind somit etwas nachvollziehbarer geworden. Ich möchte hier einige Fallbeispiele kontruieren:

Fall 1:

Jesus und seine Kumpels, die “Jünger”, hängen am Strand ab, schauen den Mädels hinterher, zischen ein, zwei Bierchen, grillen vielleicht irgendwas Koscheres und pfeifen sich die neueste Ernte rein. Irgendwann hat Jesus - der nicht umsonst der Mittelpunkt dieser illustren Gruppe ist, weil er so witzig und cool und charismatisch ist und außerdem auch immer eine Menge Chicks organisiert - eine Idee. Er verkündet: “Ohne Scheiss, ich laufe jetzt quer über den ganzen gottverdammten See Genezareth.” Er läuft auf den See zu und macht den alten Treppentrick, die Jünger staunen nicht schlecht. Auf dem Rückweg findet er einen Fisch, bringt ihn mit zurück und verdoppelt so auf wundersame Weise die noch vorhandenen Fischvorräte.

Fall 2:

Jesus vertauscht nach einer harten Nacht in Kana die Etiketten der Wasser- und Weinfässer.

Fall 3:

Jesus trifft am Ortsausgang von Jericho auf seinen alten Kumpel Bartimäus, der auf dem Boden sitzt und mit einem “BLIND”-Schild um Geld bettelt. Als Jesus ihm ein wenig frisches Hasch-Öl anbietet, springt er urplötzlich auf, ruft, “ein Wunder, ich bin geheilt” und folgt fortan Jesus auf seinem Weg, denn in Jericho gab es damals echt nur ziemlich madiges Zeug.


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Rauchen zum Broterwerb: Von Imkern, Bienen und Pfeifen

September 25th, 2007 by Serge Krokomieder

Kaum ein Tier wird vom Menschen auf hinterhältigere Weise gefoppt als die Honigbiene, deren Urängste ausgenutzt werden. Dahinter steckt aber nicht zuletzt auch immer die Sorge um das Tier.

„Auweh! Waldbrand!“ Ist der erste Gedanke der ahnungslosen Immen von Volk 1 bis 14, wenn Heribert Koszélice aus Altmummen im Allgäu (ganz in der Nähe von Immenstadt wohlgemerkt!) seine Pfeife anheizt und dicken Rauch bläst, um im Stock nach dem rechten zu sehen.

Also keineswegs aufgrund hysterischer gesundheitlicher Erwägungen, sondern wegen verständlicher Angst vor Verbrennen der umsorgten Brut und Vernichtung der hart erarbeiteten Vorräte reagieren Bienen auf dicken Rauch mit charakteristisch hektischer Aktivität. Zehn Minuten später freut sich Heribert, nur ein knappes halbes Dutzend der Bienen fand während seiner emsigen Arbeit den Tod auf seinem Imkeranzug. Die Stechbereitschaft wird durch den Qualm schließlich minimiert, da sich die Bienen ganz auf die Rettungsmaßnahmen im Stock konzentrieren, einem Waldbrand kann ja nicht durch Stechen entgegengetreten werden. Außerdem können sich in der dicken Luft Botenstoffe, die von Bienen, die einen (per Stachel) fassbaren Feind identifiziert haben, zur Erhöhung der Stechbereitschaft abgegeben werden, nicht gut verbreiten. Die Rufe zur Achtung, die aufmerksame Bienen, die Heriberts wahre Natur erkennen, in Form eines Geruchs verbreiten, verduften quasi.

Bienen

Heribert benutzt eine klassische Imkerpfeife, das Füllmaterial mischt er sich selbst aus Sägespänen, manchmal auch Heu, gut geeignet ist ein ordentlicher Anteil von getrocknetem Pferdedung, das gibt dicken Rauch. „Inhaliern darf man das freilich nicht.“, sagt er und verzieht dabei keine Miene. Nach der Arbeit zündet sich Heribert gern seine eigene Pfeife an, ein hübsch verziertes kunstvoll aus Glas geblasenes Objekt, betont dabei aber den eher entspannenden Charakter seines Rauchmaterials. In Hektik verfalle er da nicht und bläst süßen Rauch in die Stube. Die Kinder seien ja noch mindestens eine Stunde in der Schule, bis dahin rieche man das längst nicht mehr, meint er.

Wer weiß, ob die Bienen da nicht auch gern mal ziehen würden, ein bißchen Entspannung wäre ihren kleinen Insektenorganismen vielleicht wohler als der regelmäßige Waldbrandstress. „Nein, da fressen s´dann nur ihren ganzen Honig selbst auf“; diesmal ziehen sich tiefe Lachfalten von Heriberts Augen bis fast zu den Ohren, er kann freilich nicht vom Verkauf von Honig allein leben.

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Alice im Www.uncool-Land

September 19th, 2007 by Manbrute Fetzenstein

„Alice blickte um sich nach allen Blumen und Grashalmen; aber gar nichts sah aus, als ob es das Rechte sei, das sie unter den Umständen essen oder trinken müsse. In der Nähe wuchs ein großer Pilz, ungefähr so hoch wie sie; nachdem sie ihn sich von unten, von beiden Seiten, rückwärts und vorwärts betrachtet hatte, kam es ihr in den Sinn zu sehen, was oben darauf sei. Sie stellte sich also auf die Fußspitzen und guckte über den Rand des Pilzes, und sogleich begegnete ihr Blick dem einer großen blauen Raupe, die mit kreuzweise gelegten Armen da saß und ruhig aus einer großen Huhka rauchte, ohne die geringste Notiz von ihr noch sonst irgend Etwas zu nehmen.“

 

1865 veröffentlichte der Mathematiker Lewis Carroll ein Buch, das als eines der besten Kinderbücher aller Zeiten angesehen wird und nicht nur auf Kinder Eindruck gemacht hat: Alice im Wunderland. Wahrscheinlich hatte kein anderes Buch einen so großen Einfluß auf die Popkultur des letzten Jahrhunderts, insbesondere die aufkeimende psychedelische Bewegung der 60er nahm sich Elemente aus den Geschichten zum Vorbild; Dutzende Filme, Illustrationen, sogar einige Computerspiele wurden um die skurrilen Geschichten herum geschaffen.

Ein Charakter, der eigentlich nur einen recht kurzen Auftritt hat, hat sich besonders in die Herzen des Publikums gerumpelt: Die Wasserpfeife rauchende Raupe. In dem psychedelischen Meisterwerk White Rabbit von Jefferson Airplane – das übrigens im Ganzen eine poetische Verarbeitung des Alice im Wunderland-Stoffes ist - heißt es:

 

„And if you go chasing rabbits
And you know you’re going to fall
Tell them a hookah smoking caterpillar has given you the call.“

Hooker smoking caterhooker

Wenn du auf Hasenjagd gehst

und weißt, dass du fallen wirst,

sag ihnen, dass eine Wasserpfeife rauchende Raupe dich gerufen hat

 

2007 nun veröffentlichte Patrick Leopold einen Roman, “Follow the white rabbit”. Die Suche nach dem weißen Hasen, das schöne Airplane’sche Gleichnis, stürzt hier etwas plump in die Neuzeit ab: Einer ist auf der Suche nach sich selbst, verfällt den Drogen und versucht, sich selbst wiederzufinden. Und das macht er ganz wie es state-of-the-art ist, nämlich per Internet. Wow. Psychedelische Ausflüge ins WWW gefällig? Alles dreht sich, Formen verschwimmen, 0001010001010010102?

Naja, vielleicht finden sich in den deutschen Lehranstalten Pflichtabnehmer dafür. Lewis Carroll selbst spickte seine beiden Romane “Alice im Wunderland” und “Alice hinter den Spiegeln” mit Anspielungen auf die damals übliche mathematische Schullektüre, die zum Großteil aus Auswendiggelerne bestand.

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Hallo Weltempfänger!

September 18th, 2007 by Holzwarth der Schinder

Wenn man immer kreuz und quer sucht in all dem Durcheinander findet man öfter mal dies oder jenes, was eigentlich keiner so richtig haben will, bzw. verkaufen kann, bzw. einordnen, wobei die Einordnung ein Prozess ist, der das Denken erst ermöglicht, haben ja einige Wissenschaftler in einem großangelegten Experiment mittels des Bananographen (a priori nicht als solcher ekennbar) bewiesen. Was jedenfalls den Inhalt dieser Seite gut umschreibt, ist: Eine tolle Revue von Absurditäten, zusammengeklappt und gefaltet, um damit beim nächsten Frühjahrstreffen der Blaskapelle hausieren gehen wollen zu können.

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