Rauschwade
Auf vielfachen Wunsch findet sich das schöne Würfelspiel Rauschwade jetzt endlich auch auf Rauchschwade - für noch mehr Freude bei Google-Goofs und SEO-Spoofs
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Auf vielfachen Wunsch findet sich das schöne Würfelspiel Rauschwade jetzt endlich auch auf Rauchschwade - für noch mehr Freude bei Google-Goofs und SEO-Spoofs
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Lucky Luke stieg längst auf Grashalme um, auch bei Popeye bleibt die Pfeife meistens kalt. Was soll’s, echte Männer sind die beiden sowieso nicht, der eine gibt seinem Pferd nicht die Sporen sondern lieber einen Weicheinamen, der andere isst Gemüse und schmeisst die Dose dann einfach in die Umwelt, statt sie im Weichblechsack zu entsorgen. Solche Rolemodels können der Rauchergemeinde gestohlen bleiben.
Posted in Schall und Rauch zum Broterwerb, Bopkultur | No Comments
Wie immer schwülwarmes Klima. Draußen zischen die Haus-Würgeschlangen ihr Lied von der rechtsstaatlichen Offensive. Die Cocasträucher stehen gerade gut im Saft, das wird eine fabelhafte Ernte. Ronald Schill sitzt in seiner kleinen Scharfrichterbude am Rande von Rio und lässt die Seele baumeln. “Eigentlich braucht man bei so einem lässigen Lebensstil ja gar kein Koks, aber wenn schon so viel da ist, tehehehe!”, schmunzelt er lässig in die Kamera. Er hat sein Paradies gefunden, nun will er es mit uns teilen. “Kleine Hausführung gefällig?”, fragt er voller Tatendrang. Klar, da sind wir dabei. Einen kleinen Gerichtssaal hat er sich bauen lassen, wo er hin und wieder einige Störenfriede verurteilt, “um der alten Zeiten willen”. Gleich daneben ist seine Gladiatorenarena, wo er an Sonntagen gleich nach der heiligen Messe Schwule gegen Neger kämpfen lässt, “das Duell der Underdogs”, erklärt er gut gelaunt.
Wir betreten den Haupttrakt seiner Gutsherrenvilla. Ein großer Globus mit einem großen Deutschland erinnert an die schöne Heimat. “Den hab ich direkt von Mengele übernommen, ist in einem Top-Zustand”, erzählt er mit leuchtenden Augen. Er bittet uns, Platz zu nehmen. Wir sitzen in einem Spiegelsaal mit reich verzierter Stuckdecke und Mahagoni-Holzvertäfelung. Für das Bernsteinzimmer habe sein bescheidenes Auskommen nach der Entlassung als Innensenator nicht mehr gereicht, meint er augenzwinkernd, aber ein Hauch von Bitterkeit schwingt mit. “Justitia, einmal das Kiez-Gedeck, aber ein bisschen plötzlich!”, ruft er unvermittelt. Justitia ist seine Lieblingssklavin. Gleich erscheint sie, mit einem Tellerchen, auf dem ein Häufchen Koks und ein Hundertmarkschein liegen. Man spürt Schill regelrecht die Sentimentalität an. Er wirft Justitia einen liebevollen Blick zu. “Das Urteil lautet: sexy!”, raunt er kokett, er ist bereits wieder bester Laune. “Zu schade, dass das Negerhirn an sich Probleme mit der deutschen Sprache hat, sonst könnte man hier echt was Großes aufziehen.” Ein zweites St. Pauli schwebt ihm vor, nur komplett ohne Kriminalität und Banden. Alles würde er verbieten, was auch nur irgendwie kriminell aussähe. “Ich bin der König von St. Janeiro!”, ruft er mit glasigen Augen.
Sagt es und zieht sich schnell eine neue Line Koks in die Nase, die Verbrechen wittert, wo immer es auch nur aufkeimt. Ronald Schill, der König von St. Janeiro.
Posted in Bildungskanal, Prophet in seinem Land | 2 Comments
Die innovationsfreudigen Rauchbomben von Reemtsma haben die Rauchzeichen erkannt: Während die einen ihren Sturmlauf gegen die rauchende Bande langsam beenden können und sich über gastronomische Rauchfreiheit und sonstige Teilerfolge freuen, heißt es jetzt: Die Ungerechtigkeit zurück ins Boot holen, die tolerante Sau durchs Dorf jagen, das schlechte Gewissen des Gutmenschen ansägen: http://www.toleranz-fuer-raucher.de
Freilich soll niemand als Raucher einer staatlich sanktionierten Hexenjagd obliegen und sich mit seiner Selbstgedrehten nur noch zutiefst diskriminiert auf dem Straßenstrich blicken lassen können - aber so eine sympathische und gesund aussehende Website? Die auch nach nach allen Regeln der statistischen Fälschungskunst aufgezogen ist?
Sehen wir uns mal den nur mittel tendenziösen Fragebogen an: Da kommen dann rhetorische Fragen wie
“Gesellig”, “zudem”, “gefährdet”. Da schwillt einem ja sogar als Nichtraucher der Kamm, man möchte beinahe zum BILD-Vokabular greifen und “JETZT SCHLAEGT ES ABER 13!” oder “NICHT MIT UNS!” schreien. Und im sogenannten “Satire-Blog” findet man dann den traurigen Alltag eines EU-Kommissars, der im hohen Alter nicht sterben kann, weil er zu gesund gelebt hat.
Um das hier ein für alle Mal zu unterstreichen: Als Raucher hat man keine guten Argumente! Es gibt überhaupt nichts, was dafür spricht, zu rauchen. Aber warum zum Teufel sollte man sich das wegnehmen lassen? Füht man sich als Raucher nicht irgendwie emanzipierter als alle Anderen? Weil man selber genau weiß, dass es nicht gesund ist, aber man macht es trotzdem? Ist es nicht ein Stück des Lebensstils, dass man drauf scheißt und es sich gut gehen lässt, während andere sich in Richtung Fitness schinden? So sieht es doch aus, meine Damen und Herren.
Posted in Bildungskanal, Verbraucherinfo aus der Hölle, Fressen und Kotzen | No Comments
“Gnömchenmacher” nannte sich Philipp Griebel aus dem thüringischen Gräfenroda noch, als er am 10. November 1890 die erste Fuhre frischgebrannter Tonfigürchen auf den Markt warf, die gerüchtehalber amerikanischen Weihnachtskobolden nachempfunden waren. Wer konnte ahnen, dass aus den Gnomen ausgewachsene Zwerge werden würden, dass eine teutonische Terrakotta-Armee entstehen würde, die in Volumen und Kontroversität der chinesischen glatt den Rang ablaufen würde?
“Im Tal der Gera, zwischen den Bergen, liegt die Heimat von den Zwergen.”, so schallten die volkstümelnden Werbetexte quer durch Großdeutschland. Nachdem dieses aber nach dem zweiten Weltkrieg darnieder lag und die Heimat der ausgewachsenen Deutschen arg eingeschränkt worden war, fanden die Gartenzwerge eine neue: Vorgärten. Schrebergärten. Konstruktionen und gleichzeitig Helfershelfer eines Rückzugs ins Private, der die Zeit bei der Waffen-SS schnell vergessen machte.
Auf der anderen Seite des Vorhangs, unter anderem im schönen Tal der Gera, war der Gartenzwerg schnell als Inbegriff des Kleinbürgertums verboten - nur bis 1952, versteht sich, da war der neue Mensch ja bereits gescheitert, die Gartenzwergherstellung ging schließlich in die VEB Terrakotta ein.
Heute gibt es längst fröhlich bumsende Gartenzwerge, große Gartenzwergverbände, Gartenzwerge mit Bewegungsmelder, die dem unbedarften Passanten ein ruinöses “In-A-Gadda-Da-Vida” entgegenschmettern, Gartenzwerge irgendwie in postmoderne Kunst eingebunden, umfassende Pflegeanleitungen für Gartenzwerge (”Wie halte ich die Ameisen fern?”) und natürlich gibt es auch einen Gesellen, der der Grund für diesen gesamten Artikel ist: Den völlig bescheuerten Kiffergartenzwerg mit gestreifter Hose, Ganja-Brosche und Telefonschuhen.

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