Äpfel vs. Birnen #2 - Nakhla Shishatabak vs. Makla Kautabak
Nach langer Abstinenz hier nun endlich der zweite Teil des großen Äpfel und Birnen Vergleichs. Diesmal Nakhla Shishatabak, der wohl bekannteste Wasserpfifftabakhersteller aus Ägypten gegen Makla, den Kautabak aus dem belgischen Königreich. Es wird ein harter Kampf auf allen Ebenen, nie waren sich zwei Tabakprodukte so nah und doch so fern.
1. Herkunft
Nakhla stammt aus der arabischen Republik Ägypten, Makla aus der Monarchie Belgien. Belgien wird zerrieben durch die Animosität der Wallonen und Flamen und hält nur durch den internen Kitt der Monarchie und den externen Druck der EU zusammen statt in viele Stücke zu zerspringen. Außerdem würde ein derartiger Failed State im Herzen Europas auch unkontrollierbaren, mutmaßlich negativen, Einfluss auf die eingebürgerte Bezeichnung Benelux-Staaten haben. Flanewalux klingt ein bißchen nach Karneval, würde sich aber trotzdem nur schwer durchsetzen. Ägypten dagegen ist eine arabische Republik mit langer Kulturgeschichte und autoritären Zügen, dafür aber das einzige Land, das jeder ABC-Schütze auf seinem linierten Erstklässlerpapier schon allein dafür schätzt, dass es alle drei Kleinbuchstaben mit Unterlänge, nämlich g, y und p hintereinander aufweist, was auch unter Wörten im allgemeinen eine absolute Seltenheit ist, ein klarer Favorit der Typographen. Eine der Hauptdienstleistungen, die ägyptische Gefängnisse auch für ausländische Interessenten anbieten, ist die Folter, daher Buh für Ägypten und Juhuu für Belgien.
2. Selbstdarstellung
Die offizielle Makla-Internetseite war auf die Stelle nicht aufzutreiben, die Nakhla-Seite (nakhla.com) strotzt dagegen vor Kraft und schildert die Geschichte: “The dream and emblem of that project cherished by the head of the IBIARY’S Family, was the propagation of this products at level of the small town”. Nakhla räumt ab.
3. Geschmack
Shishatabak schmeckt nicht übel, wem’s schmeckt, Kautabak schmeckt nicht übel, wem’s schmeckt, unentschieden.
4. Sorten
Makla bietet verschiedene Sorten an im einstelligen Bereich, Nakhla dagegen weit im zweistelligen.
5. High
Nakhla Shishatabak tief einatmen und man wird duselig. Makla dagegen ist stark, sehr stark und rückt einem die Birne ganz schön zurecht, wenn man es nicht gewöhnt ist. Die richtige Rauschwade kriegt man also beim Makla hinters Schienbein.
6. Konsumform
Nakhla in die Pfeife, Makla in die Fresse. Makla benötigt also keine Accessoires, dafür einen Punkt für die Mobilität. Shishatabak benötigt Zubehör, findet oft im schönen Ambiente statt und hat einen enormen Vertrauensvorsprung und Verbreitungsgrad bei selbsternannten coolen Kids. Dagegen ist Kautabak mit dem Gedanken an schmutzige Containerverladestationen verbunden, für den Nakhla-Shisha-Lifestyle also auch einen Punkt.
Das macht einen im Diplomatenkoffer über die Grenze geschmuggelten Endpunktestand von 4:4, wohl bekomm’s.
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