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rauchschwade: Spritzfindige Bemerkungsfelder und einsame Manpower

Geschnitten Brot auf dem Standstreifen der Referenzautobahn.

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Endlich: Ebay-Konkurrent lutscht zurück!

September 30th, 2008 by Serge Krokomieder

Das Zauberwort heißt Taschengeld statt Gebührenordnung, auf dem Ebaykonkurrenten kijiji gibts Gynäkologenstühle, viel Nivea -äh- Niveau und natürlich gaaanz viele Studentinnen, die bei der Seminararbeit helfen (nur mit).

http://berlin.kijiji.de/f-Kontaktanzeigen-Flirt-Abenteuer-Erotik-Erotische-Dienstleistungen-W0QQCatIdZ1360

featuring Lyrik vom Feinsten:

Wenn du allerdings | Nur das kurze Treffen suchst | Ist ein Obolus | Von 150€ angemessen

Mit 15 Euro hätt sich’s zwar besser ins Versmaß gefügt, aber die Zeiten sind -vor allem in Berlin- härter als sonst wo.

Vorsicht übrigens vor medizinischen Warnungen (Privatversicherte natürlich ausgenommen): “Dein bestes Stück wird bei mir explodieren”

#####

…Nachtrag: “Konkurrent” war wohl das falsche Wort…

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Einmal Scheißen: 1 Euro

September 28th, 2008 by Serge Krokomieder

15 Sekunden für Populismus #2

Ich zahl doch nicht für’s Kacken mehr als für nen Liter Milch!

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309 Sekunden für lau: Staatskasse

September 28th, 2008 by Manbrute Fetzenstein

15 Sekunden + X für Populismus #1

„Der Staat kassiert zu viel!“, behauptete Günther Beckstein im Zuge des Heimatwahlkampfes zum wiederholten Male. Entschlacken wolle er, gerade er, der vor nicht allzu langer Zeit die Hölle auf Erden einbrechen sah, als die bayerische Polizei beinahe auf Skoda umgestiegen wäre. Jetzt sind alle wieder beim BMW und beim Weißbier, der Staat kassiert immer noch zu viel vom Bürger und gibt es dann auch noch den Sozialhilfeempfängern, die dem inzwischen ja bekanntermaßen als Ministerpräsidenten verfügbaren Beckstein ein eiternder Dorn im Auge der Vollbeschäfitgung sind.

À propos Vollbeschäftigung: Das mit den zwei Maß und dem Autofahren, das war schon ernst gemeint. Denn so sieht doch die brilliante Zukunft von München, Texas aus: Alle voll und beschäftigt. Und der Staat kassiert nicht mehr zu viel vom Bürger, weil alles über die Schaumwein- und Weißbiersteuer reingeholt wird. Und dann heißt es höchstens noch: “Die Bierfahne muss weg”, oder “wenn die Künstler sich weigern, zu saufen.” Schlechter Schluss, schon klar. Aber irgendwann muss halt Schluss sein. Vielleicht ja schon heute abend, mit allen Scheineuphorien. Wo ist der bayerische Obama? Wo ist der gute Populist?

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Redling, Gradling, Dingolfing II

September 27th, 2008 by Serge Krokomieder

Es ist wieder Wahlzeit. Diesmal schreckt Rauchschwade nicht zurück, eine Prognose abzugeben und dabei ausnahmsweise auch noch diesseits der Realität zu bleiben. Ohne Scheibenwischer und Kommode direkt auf den Punkt: Welches Ergebnis wird die bayerische Landtagswahl morgen bringen?

***ZENSIERT***

***ZENSIERT***

***ZENSIERT***

csu1.jpg

Seltsam: Warum hat die CSU nicht diesen Dauerbrenner wieder ausgegraben?

Ankündigung: Sollte der Fall eintreten, dass dieser Eintrag durch die Realität morgen doch verworfen wird, könnte er ‘versehentlich’ verschwinden, journalistische Ethik darf in diesem Fall nicht das Rauchschwade-Dogma der Beliebigkeit der Inhalte verletzen.

Ankündigung 2: Morgen startet auf Rauchschwade außerdem die neue Rubrik “15 Sekunden für den Populismus”, die große Anbiederungsoffensive des Rauchschwade-Politik-Netzwerks, seien Sie also dabei, wenn die Schwarte endlich wieder themenrelevant kracht und scheppert.

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Glos im Hals, Bayern im Herzen oder: The Man Who Wasn’t There

September 17th, 2008 by Serge Krokomieder

Wir gratulieren Michael Glos zum Gewinn des extra für ihn geschaffenen Titels “Überflüssigster Wirtschaftsminister aller Zeiten”. Seine öffentliche Präsenz ist kleiner-gleich Null, beachtlich für dieses Ressort, das einen beschwingten Nachmittag lang sogar für Edmund Stoiber attraktiv genug zu sein schien. Selbst das Sommerloch bot kaum Platz für seine groben Konjunkturbrötchen, die nicht aufgehen wollten und dann unfertig von ihm selbst verschluckt wurden.

Nur wohin mit ihm und wer hält dann den Stuhl warm? Die CSU hat um das Wirtschaftsministerium gekämpft, jetzt kann man es ihr schlecht wieder wegnehmen. Kompetente Köpfe stehen bei der CSU aber nicht zur Verfügung, noch dazu, wo ja alle darauf warten, dass Beckstein mit zwei Maßkrügen in jeder Hand auf der Landstrasse zur Herbstdult verunglückt.

Hätte man Glos bloß zu Anfang der Großen Koalition in die Sprachförderschule geschickt wie dereinst Stoiber zu seiner Kanzlerkandidatenzeit (wo tatsächlich ganze, vom Deutschen kaum zu unterscheidende, Sätze von ihm formuliert wurden bis er dann vom Schicksal gebeutelt wieder zurück in seine alten Muster fiel). Dann dürfte er jetzt langsam für seine ersten Worte auf dem politischen Parkett bereit sein. “I bin da Michael Gloos und I hab a gands Minisderjum mid am gscheidn Edda”.

Aber bis zur Wahl lohnt sich das jetzt sicher nicht mehr. Jetzt heißt es still und leise durchzuhalten, damit die Tarnvorrichtung nicht versagt.

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Augen auf beim Kleinviehkauf.

September 14th, 2008 by Manbrute Fetzenstein

Immer wieder erreichen uns, die wir leider selbst völlige Laien auf diesem Gebiet sind, Anfragen von jungen Menschen: “Ist ein Schwan koscher?”. “Ist ein Esel koscher?”. Nachdem wir nun nicht auf dem Glaubensweg in die Position geraten sind, diese Fragen zu beantworten, sondern auf dem Weg völlig unergründbaren Google-Algorithmen, soll die Beantwortung  möglichst knapp und unverfänglich ausfallen.

Koscher sind:

  • Rinder
  • Schafe
  • Ziegen
  • Rehe
  • Hirsche
  • Gemsen
  • Büffel
  • Enten
  • Hühner
  • Gänse
  • Tauben
  • Puten
  • alle Meerestiere mit Schuppen und Flossen

Trefe sind:

  • Esel
  • Schweine
  • Hasen
  • Kamele
  • Pferde
  • Stör
  • Krabben
  • Krebse
  • Aale
  • Austern

Raubtiere sind generell verboten, auch Raubfische, ebenso Insekten (Mit Ausnahme einiger nahrhafter und schmackhafter Heuschrecken-Arten.) Bei Wachteln, Rebhühnern und Fasanen ist die Quellenlage strittig; im Zweifelsfall also lieber nicht zugreifen.

Um auf die beiden oben gestellten Anfragen zurückzukommen: Ein Esel ist nicht koscher, da er zwar ein Paarhufer ist, aber seine Nahrung nicht wiederkäut. Der Schwan fällt wohl ebenfalls in die Kategorie des aus unsicherer Quellenlage noch nicht erörterten Federviehs - beachtet man allerdings den Grundsatz, dass man nur Tiere verspeisen solle, die als “sanft” eingeordnet werden können, so sollte man vom Braten des hochmütigen und angriffslustigen Schwans besser absehen.

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Das Reich, in dem die Server niemals ruhen.

September 11th, 2008 by Serge Krokomieder

Das mittlerweile schon fast chronisch unter Rassismus Sexismus Panslawismusverdacht stehende sogenannte Satire-Blog www.rauchschwa.de fährt in seiner aktuellen Ausgabe wieder einmal ungeheuerliche Geschütze auf. Der Autor wurde angeblich wiederholt(!) Opfer russischer SPAM-Server, die ihn mit deprimierenden E-Mails, unerwünschten ICQ-Nachrichten, hinterhältiger Spyware in angeblich kostenlosen Programmen und schlechtem Geschmack auf dem Pornosektor in seinem -Zitat- “ästhetischen Wohlbefinden und grundsätzlich positivem Lebensgefühl” beleidigt hätten.

Die nicht enden wollenden Schmähungen des russian way of life unterwandern aufs übelste das Renommé des fleißigen Volkes der Spam-Künster und Rootkit-Designer auf immerhin 11 Zeitzonen.

Im weiteren sind Anklagen zu vernehmen, die den guten Geschmack weit unterwandern:

“ein ganzes Volk von inselbegabten SPAM-Autisten”

“Mailboxflüsterer mit dem Gemächt breitlings in der Wurstauslage”

“Blacklisthoudinis, die auch noch den strengsten Junkfilter vollspritzen” 

Pfui Bah will man da ausrufen, einmal mehr s…спам сексуального общения нет что оно использовало для того чтобы быть если вы слушаете к саундтрэку матрицы уверены положить некоторые брюки дальше и всосать мати yout

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Zu laut, zu geschmacklos: Bierfahne muss weg!

September 1st, 2008 by Manbrute Fetzenstein

Bis gestern war Rutger Schnepf noch ein kompromissloser, beliebter und attraktiver Kleingärtner. Heute ist einiges anders. (Gestern und heute sind in diesem Fall metaphorisch verwendet, um einen nicht exakt bestimmbaren Zeitraum einzufangen; man weiß ja: Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam und die Justiz trägt nicht selten die berüchtigten Rauschbrillen, wenn es um Einzelschicksale geht - manche behaupten gar, sie “saufen zu oft”.)

Die Bierfahne muss weg! Die zwei schäumenden Krüge, die bisher jedem seiner stets gerne gesehenen Gäste den Weg zu seiner Laube wiesen, müssen weg! Die weiß-blaue Kampfansage an das Eimersaufen-Verbot, die textilen 1,3 Promille, die so lange die ekelhaften Gartenzwerge der Nachbarlaube vergessen machen ließen, sie müssen weg! Wenn der Wind weht, ist es zu laut, wenn der Geschmack hochkommt, ist sie los.

“Unterlassungsklage, Selbstanzeige, einstweiliges Gepimpere!”, schäumt Schnepf, “das ist ja wohl die schönste Art, Danke zu sagen!” Aber es hilft rein gar nichts, komplett vergilbte Liebesmüh, Rutger Schnepf muss seine Bierfahne entfernen. Der bröselige Fernseher zeigt “Ferien im Genietal Auschlag”, während der verrostete Flaggenmast mit Hilfe von Hardcore-Öl auf Halbmast gezwungen wird, um schließlich komplett unterzugehen, und mit ihm ein Stück Tradition der Kolonie. Die Geschichte einer Bierfahne.

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Schwanz: “Eine Gaygallery rechtfertigt noch keine Soirée!”

September 1st, 2008 by Serge Krokomieder

Ein Interview mit Rondel Schwanz (geboren Lenz Dulle), Kunstkritiker an der Volkshochschule Düsseldorf.

Rauchschwade (R.de): Was ist nur los mit der deutschen Kunstszene?

R. Schwanz (R.sz): Moderne Kunst verwirrt die Menschen. Die meisten fragen sich doch beim Anblick eines zeitgenössischen Kunstwerks, ob das eine Raupe mit blauem Stachel auf dem Kopf ist oder man doch nur wieder beschnittene Schwänze beim schlumpfen vor sich hat.

R.de: Die Massenmedien scheinen aber eigentlich ein recht umfangreiches Angebot kreativer Köpfe bereitzustellen…

R.sz: Die freitagabendliche Satire zum Rückwärts Einparken steht für den Exitus des Kulturbetriebs, lediglich dümmlichstes Kabarett lässt noch ein Lächeln über die Gesichter der Stränchenköpfe spielen, die in ihren von ekelhaften Gartenzwergen mit Bewegungsmelder bewachten Gartenhäusern dekubitieren.

R.de: Oft ist es natürlich auch schwierig, als kreativer Freigeist die verdiente Anerkennung zu finden.

R.sz: Das sehe ich anders.

R.de: Fehlt es nicht an staatlich geförderten Berufsalternativen für Künstler?

R.sz: Der Strassenstrich von Dingolfing, eine Stadt, die ehemals aufgrund ihrer immensen Bedeutung in der bildenden Kunst auch als das deutsche Silikontal bekannt war, wimmelt heute mit Recht von gescheiterten Aktionskünstlerinnen, die aufgrund ihrer verlebten Kettenraucherhaut von den mautflüchtigen Fernfahrern mithin als bumsende Omas runtergemacht werden. Die Gedanken an reizvolle bumsende Mädchen an den Ausfallstrassen sind längst in weite Ferne gerückt, diese echten Männer müssen saufen und an Bienen mit dicken Titten denken, um willig zu bleiben, ihre LKW-Ladung an Brotzeitbrettchen von Odessa nach Zwolle zu bringen! Aber ich schweife ab…

R.de: Letzte Frage: Sie haben Kritik an zeitgenössischer Kunst anklingen lassen. Brauchen wir ein Revival politischer Kunst oder zumindest rauschartiger Sinneseindrücke, die sich als explosive Auflehnung gegen das Establishment verstehen?

R.sz: Die ehemaligen Großmeister der Psychedelic Art bringen nicht mal mehr einen Slip in Gräfenroda ins Rutschen. Kunst ist unsexy wie nie.

R.de: Herr Schwanz, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Das Interview führte Severin Maut (Praktikant bei rauchschwa.de seit August 2008)

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